„Alexa meint, ich habe Krebs!“ – Unter dieser Überschrift diskutierten am vergangenen Mittwoch, 28. August 2024, im Ethikcafé an der Uniklinik Bonn Referenten aus Medizin, Ethik und Theologie über den Einsatz von KI in der Medizin
Auch in der Medizin spielt die Künstliche Intelligenz (KI) bereits eine große Rolle. Dies gilt insbesondere für diagnostische bzw. bildgebende Verfahren. Doch inwieweit beeinflusst eine medizinische Entscheidungsfindung, die auch auf KI beruht, das Arzt-Patienten-Verhältnis? Und wer ist verantwortlich, wenn selbst der KI ein Fehler unterlaufen sollte?
PD Dr.-Ing. Alois Martin Sprinkart von der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKB gab in seinem Kurzvortrag einen Einblick in die Anwendung von KI in der Radiologie, Prof. Bert Heinrichs vom Institut für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn griff ethische Fragen auf und Prof. Hartmut Kreß (em.) von der Evangelisch-theologischen Fakultät Universität Bonn und der Juristischen Fakultät der Universität Düsseldorf nahm insbesondere zu den möglichen Implikationen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis Stellung.
In der anschließenden Diskussion mit dem interessierten und zahlreich erschienenen Publikum wurde deutlich, dass die Anwendung von KI aus der Medizin nicht mehr wegzudenken ist: „Das wäre so, als habe man nach der Entdeckung von Strom entschieden, lieber weiter im Dunkeln zu sitzen.“ Ebenso sei jedoch ein gesunder Realismus und eine gewisse Skepsis manchen Entwicklungen gegenüber angebracht.
Das Ethikcafé ist eine Kooperationsveranstaltung des Klinischen Ethikkomitees des Universitätsklinikums Bonn und der Ev. Seelsorge am UKB.
Bericht: Pfarrerin Dr. Annette Schmitz-Dowidat, Ev. Seelsorge am UKB

